Donnerstag, Mai 19, 2011

Gefälschte Filesharing-Abmahnungen

Februar 2010 - KUW Rechtsanwälte Paysafe
Juni 2010 Nümann Lang - Prepaid-Guthaben
Oktober 2010 Giese - Ukash
Januar 2011 - Sasse und Partner - Ukash
März 2011 - Rechtsanwalt Olaf Kaltbrenner - Ukash oder Paysafecard
Mai 2011 KUW Rechtsanwälte Paysafecard

Das ist nur eine Auswahl gefälschter Filesharing-Abmahnungen aus letzter Zeit. Pikanterweise werden fast immer Pornofilme abgemahnt, ist die vermeintliche Abmahnung mit 100 Euro von vorneherein günstig und soll über ein Internetbezahlsystem beglichen werden. Ein Schadenersatz wird nicht verlangt. Es sind außerdem keine Abmahnungen bekannt, die ausschließlich per e-Mail zugestellt wurden. Uns sind keine echten Abmahnungen bekannt, die über ein anderes Bezahlsystem außer direkt auf das Konto beglichen wurden.

Schlecht gefälschte Abmahnungen sind leicht daran zu erkennen, dass sie nur per e-Mail zugestellt werden und über ein anonymes Zahlungssystem zu bezahlen sind. Aber Achtung vom Grundsatz wäre auch solch eine Abmahnung denkbar, da Abmahnungen keinem bestimmten Formzwang unterliegen, können sie auch nur per Email zugestellt werden. Das hat das LG Hamburg in einer Entscheidung vom 07.07.2009 Az.: 312 O 142/09 http://abmahnwelle.de/urteile/LG_Hamburg_312_O_142-09_Zugang-per-EMail.pdf sogar bestätigt. Das bedeutet, dass man auch von Zeit zu Zeit dem Junk-Filter Beachtung schenken sollte.

Leider gibt es auch gut gemachte Fälschungen. Diese erkennt man nicht sofort oder sind gar vom Laien gar nicht zu erkennen. So gibt es Abmahnungen von nicht existenten Anwälten, mit falschen Telefonnummern oder gar nur mit falschen Kontonummern. Das bedeutet für jeden, dass man Abmahnungen in jedem Fall ernst nehmen soll und erst zwei mal darüber schlafen soll, bevor man eine Abmahnung ignoriert.
Autor: Claus Müller aus Newsletterabmahnwelle.de

http://www.abmahnwelle.de

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