Donnerstag, August 26, 2010

Heilige Einfalt.

Der Gesetzentwurf zum Beschäftigtendatenschutz, der heute im Bundeskabinett verabschiedet werden soll, untersagt es Arbeitgebern, Bewerberdaten aus sozialen Netzwerken wie Facebook zu holen.

Begründung: "Die eingestellten Daten dürfen vom Arbeitgeber grundsätzlich nicht erhoben werden; eine Ausnahme gilt nur für soziale Netzwerke im Internet, die gerade zur eigenen Präsentation gegenüber potenziellen Arbeitgebern genutzt werden."

Viele Arbeitnehmer trennen aber garnicht zwischen privatem und persönlichen, und was ein soziales Netzwerk nun so genau ist, wird ebenfalls nicht definiert. Ok, Personalabteilungen sollen sich nun nict mehr in sozialen Netzwerken über Bewerber informieren dürfen.

Das Gesetz hat aber nur symbolischen Charakter, ein erhobener Zeigefinger, denn Sanktionen gegen Verstöße sind nicht vorgesehen. Und ... wer oder was hindert einen Personaler, Bewerbungsunterladen kommentarlos, bzw. mit ein paar nichtssagenden Floskeln einfach zurückzuschicken? Oh, heilige Einfalt, sie haben das Netz immer noch nicht verstanden.
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