Mittwoch, Januar 13, 2010

Deutsche schummeln Online

23 Prozent aller deutschen Internet Nutzer hat online schon einmal falsche Angaben über sich gemacht. So eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM. „Mit der Wahrheit nehmen es manche nicht allzu genau“, erklärt BITKOM-Präsident und Gründer der Software Schmiede IDS Scheer Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer das Ergebnis. „Viele Web-Surfer verschleiern zuweilen ihre Identität oder täuschen falsche Eigenschaften vor. Dafür gibt es teils sehr verständliche Gründe.“


Am meisten geschummelt wird bei Name und Alter. Auch falsche Telefonnummern, falsche E-Mail-Adressen, falsches Einkommen und falsche körperlichen Eigenschaften sind beliebt. Manche unterziehen sich auch einer Geschlechtsumwandlung.

Laut Prof. Scheer sind die Gründe unterschiedlich:
Abwehrreaktion gegenüber den zahlreichen Datenabfragen im Internet.
Versuch, unerwünschter Werbung zu entgehen.
Lust, anderen etwas vorzuspielen
Sich ohne negative Folgen ausleben zu können
bei Partnersuche unerkannt zu bleiben

Der BITKOM-Präsident rät auch, mit persönlichen Angaben im Internet sparsam umzugehen: „Internet-Surfer sollten bewusst entscheiden, wem sie welche Details preisgeben. Man muss nicht jedes weiße Feld ausfüllen.“ Bei vielen Diensten können Nutzer selbst bestimmen, wer ihre Kontaktdaten und andere persönliche Einträge sehen darf. Das gilt vor allem für Internet-Gemeinschaften (Communities) wie Facebook, StudiVZ, Xing und etliche andere.

Zur Methodik: Bei der Umfrage von Forsa im Auftrag des BITKOM wurden mehr als 1.000 Internet-Nutzer ab 14 Jahren in Deutschland befragt.

via Bitkomm

Mich fasziniert immer wieder, wie offen manche Menschen sich im Internet, vor allem in den Social Communities darstellen. Informationen, die man auch an Freunde mündlich kaum weitergeben würde, finden sich offen im Netz, sichtbar für alle und konserviert für die Ewigkeit. Möglichkeiten zum Datenschutz werden wenig genutzt, AGBs nicht gelesen, sondern nur abgeklickt.

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