Sonntag, Oktober 18, 2009

Abmahnwahn

Jack Wolfskin fühlt sich bedroht. Bedroht durch jene, die eine Pfote als Design benutzen, also auch Handarbeiterinnen (sind ja meistens Frauen), die ihre Produkte auf der Handarbeitsplattform Dawanda anbieten. Jack Wolfskin sieht dadurch seine Markenrechte (die Bärenpfote als Logo) verletzt!

Nicht nur die Plattform Dawanda, sondern auch die beiden Dawanda Mitglieder fliegenpilzle und Dasaba wurden direkt abgemahnt. Kostenpunkt: Um die 1000 Euro.

Ich denke, das ist mal wieder ein PR Gau erster Klasse. Hat Jack Wolfskin noch nie etwas vom Internet gehört, in dem sich so etwas innerhalb von Sekunden herumspricht? Hat Jack Wolfskin noch nie etwas von den PR Gaus anderer Marken (z.B. Jako) gelernt? Fühlt sich Jack Wolfskin bedroht durch handarbeitende Mütter? Dass Anwälte aus den PR Gaus nicht lernen ist klar, sie verdienen daran. Dass Unternehmen und vor allem deren PR Abteilungen daraus nichts lernen, ist schon bedenklich. Sie gehen doch gegen die eigene Kundschaft vor.

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