Freitag, September 04, 2009

Sportartikelhersteller gegen Blogger

Der Fall: Ein Blogger bekam eine "Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung" , zu Deutsch "Abmahnung" für einen Blogartikel, der besagten Sportartikelhersteller mit zwei Discountern meines Vertrauens verglich und dabei das Wort "Schlurchmarke" verwendete.

Die abmahnende Anwältin hielt das für "unzulässige Schmähkritik" und verlangte von dem Blogger eine Gebühr von erst 1.085,04 Euro, dann 1.940,80 Euro und später noch 5.100 Euro Vertragsstrafe, da der Text von Dritten kopiert wurde, auf die er keinen Einfluss hatte.

Der Blogger hätte dagegen rechtlich vorgehen können, war aber nach Zahlung der ersten Gebühr bereits pleite.

Das Fazit: Das deutsche Abmahnrecht benachteiligt die Schwächeren. Ob die erste Abmahnung zulässig war oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis. Die zweite war es sicherlich nicht, denn der Blogger ist nicht verantwortlich zu machen, dass das Internet nichts vergisst.

Für den Sportartikelhersteller, der in den Berichten darüber auch genannt wird, dürfte das Ganze der echte PR Gau sein. Ich jedenfalls hatt ursprünglich von der Marke noch nie etwas gehört, jetzt aber ist sie mir in obigem Zusammenhang bekannt.

Zum Weiterlesen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31051/1.html
http://www.n-tv.de/technik/internet/Jako-am-PR-Pranger-article487328.html
http://www.allesaussersport.de/archiv/2009/09/01/wie-jako-anderen-leuten-das-letzte-trikot-auszieht/

Und so weiter, Google gibt noch viel mehr her.

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